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Skyler: Verloren

Die Jungautorin Jennifer Schneider hat mit ihrem Debüt-Roman Skyler einen amerikanischen Getto-Roman über einen Jugendlichen am Ende seiner Pubertät und seiner Gefühlswelt zwischen Verzweiflung, Gewissen, Angst und Liebe erschaffen. Die Problematik vieler mehr oder weniger offensichtlich zerrütteten Familien, ein Leben, beeinflusst durch Drogen, Kriminalität und Arbeitslosigkeit, die Kluft zwischen Reich und Arm, werden in diesem Buch eindrucksvoll aus der Sicht des Jugendlichen geschildert.

Skyler, bereits auffällig geworden, wird von seiner Bewährungshelferin in seinem Leben unterstützt. Sie glaubt an den schwierigen Jungen und bestärkt in darin, seinen Weg auf dem richtigen Weg fortzuführen. Doch seine alte Clique reitet in immer stärker in Probleme, aus denen er sich nicht aus eigener Kraft befreien kann. Zuhause erfährt er durch seine schwach wirkende Mutter und einen gewalttätigen Stiefvater keine Unterstützung.

Als er eine junge Frau kennenlernt und diese zufällig am College wiedertrifft, wird seine Welt nur noch mehr durcheinander gewirbelt, denn ihr Vater ist ein alter Bekannter…
Eine zufällige Bekanntschaft und eine unerwartete Unterstützung reißt in aus seiner Lethargie und Skyler lernt, das Richtige zu tun.

Der Roman liest sich flüssig und spannend, auch wenn der Schreibstil noch nicht voll ausgereift ist. Für einen Debütroman eine ordentliche Leistung, und für das schwierige Thema gibt’s einen Extrapunkt.

Den Roman durfte ich als Testleser in seiner Rohfassung lesen und der fertige Roman ist noch um einiges besser geworden. Ich bin gespannt auf weitere Romane aus der Feder von Jennifer Schneider!

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