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Psychothriller auf geistige Art

Der Autor Michael Barth hat mit diesem Buch seine Schreibrichtung leicht gewechselt und spricht mit diesem Roman keine blutrünstige Zielgruppe an. Der Thriller ist daher eher als seicht zu bezeichnen, da er mehr zum nachdenken anregt als zum ekeln oder gruseln. Ich mag diese Art von Thriller sehr, da sie jedem von uns passieren könnten.

Der zwanzigjährige Protagonist ist mit seinem Freund im Auto unterwegs, als ein schrecklicher Unfall passiert. Drei Wochen danach verfolgen ihn plötzlich Phänomene aus einer anderen Welt, vor denen es ihm selbst gruselt und er durchlebt immer wieder schreckliche Momente, in denen er an sich selbst zweifelt und nichts mehr um ihn wirklich scheint.

In der Parallelhandlung erfährt man mehr über die Eltern des Freundes; die Mutter verzweifelt am Tod ihres Sohnes und gibt dem Überlebenden die Schuld. Außerdem gibt es noch einen dritten Strang, der einen mehr über das Paar, das die Unfallbeteiligten findet, erfahren lässt. Dadurch wird es sehr abwechslungsreich, verwirrt aber nicht. Die Handlung ist gut durchdacht und lässt einen durchaus auch mal schmunzeln und bedient sogar ab und an ein Klischee, das ist aber eher selten.

Der Roman ist eher kurz und daher schnell gelesen. Das Ende ist überraschend und macht nachdenklich. Ich persönlich hätte mir ein anderes Ende gewünscht, aber der Autor hat dies anders entschieden und das ist vielleicht auch gut so.

 

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